Die Geschichte der Hanfpflanze

Kaum eine Pflanze steht so in der Kritik wie die Hanfpflanze (Cannabis), doch weshalb ist das so und wo kommt diese Pflanze eigentlich her?
Im Folgenden möchten wir euch kurz und knapp die Geschichte der Hanfpflanze näherbringen.

Hanf gilt als eine der ältesten Nutzpflanzen der Erde und ist aus diesem Grund auch praktisch überall zu finden. Bereits vor ca. 10.000 Jahren wurde er im heutigen China und im Nahen Osten angebaut und vor allem für Kleidung, Medizin und als Nahrungsmittel verwendet. Einige tausend Jahre später, entdeckten die Inder und die alten Ägypter die Pflanze für sich, nutzten sie zur Schmerzlinderung und setzten sie aufgrund der schmerzstillenden Wirkung bei Geburten ein. In der westlichen Welt erkannte man erst Jahrhunderte später seinen medizinischen Wert und setzte ihn auch dort bei Schmerzen oder Wehen ein. Im Mittelalter wurde Hanf meist zur Herstellung von Segeln, Seilen und Papier genutzt.

Der „Untergang“ der Hanfpflanze begann im 18. Jahrhundert. Durch die Industrielle Revolution boten sich immer mehr Möglichkeiten, auf günstigere Mittel zurückzugreifen. Darüber hinaus war die Verarbeitung von Hanf zu umständlich bzw. zu langsam, da alles per Hand verarbeitet wurde. Kleidung wurde vermehrt aus Baumwolle hergestellt, Papier wiederum aus Holz.

Die Geschichte der Hanfpflanze


Nachdem in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts von einigen Ländern die sogenannte internationale Opiumkommission gegründet wurde, wurden die ersten Anträge auf ein Verbot von Cannabis gestellt. 1925 wurde Cannabis in Ägypten endgültig verboten, da dort ein exzessiver Konsum herrschte. Die meisten Länder der Kommission stimmten dem Verbot der Ägypter zu, weitere Länder, die nicht Mitglieder dieser Kommission waren, folgten dessen Vorgehen und verboten Cannabis ebenfalls. Daraufhin wurde Cannabis in das internationale Abkommen über Betäubungsmittel aufgenommen und gilt seitdem als illegal. In den kommenden Jahren wurden immer wieder nicht belegbare Gerüchte rund um die Hanfpflanze gestreut, sodass die Bevölkerung davon abgeschreckt wurde.

Auch in den USA (wo bis 1929 ein Alkoholverbot herrschte) verbot man Cannabis, da es angeblich zu Aggressivität, Wahnsinn und Wollust führte. Heute weiß man, dass dieses Verbot unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass das Ministerium für Prohibition nach der Aufhebung des Alkoholverbotes, keine Missbräuche mehr kontrollieren musste und somit keine Arbeit mehr hatte.

Der Wirkstoff CBD (Cannabidiol) wurde erstmals 1940 entdeckt. 1973 erforschte man die positiven Eigenschaften dieses Wirkstoffes wie z. B. die Verringerung der Symptome bei Epilepsie, die angstlösende Wirkung von Angstzuständen oder Psychosen, oder auch die Minderung von Übelkeit und Schlafstörungen.

Die Forschungen im medizinischen Bereich dauern bis heute an, man entdeckt immer wieder neue positive Eigenschaften dieser Substanz. So wird CBD heutzutage als Alltagshelfer in Bezug auf die Regeneration und des Wohlbefindens genutzt.

Trotz alledem ist es noch ein weiter Weg bis die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der Hanfpflanze auf dem Stand ist, wie sie es verdient.